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Montag, 26.09.2016 (1 Jahr(e) alt)

Allererste Hüttenwanderung der RSO


Am 21. Juli 2016 machten sich 13 Schülerinnen und Schüler mit Frau Köberle, Frau Frank und Herrn Weippert für eine dreitägige Hüttenwanderung auf den Weg in die Allgäuer Alpen. Mutig, teilweise ganz gut ausgerüstet und mit wenig Bergerfahrung begaben sich die Teilnehmer auf diese spannende und herausfordernde Tour an der keine(r) gescheitert ist aber alle gewachsen sind. Lesen Sie hier die Tagesberichte (verfasst von Teilnehmerin Sophia) und genießen dabei die schönsten Bilder.


Donnerstag, 21.07.16

Der erste Tag begann bereits am frühen Morgen um 4:15 Uhr am Heilbronner Hauptbahnhof. Nachdem sich wenige Minuten später alle eingefunden hatten, fuhr dann auch schon 20min danach um 4:35Uhr der erste von drei Zügen in Richtung Oberstdorf, nach Stuttgart. Infolge eines Umstiegs fuhr dann der zweite Zug von Stuttgart nach Ulm. Hier geschah auch eines der ersten lustigen Ereignisse unserer „Reise“. Kai sah, wie wir anderen auch, das Ulmer Münster und war der festen Überzeugung, dass das was er da vor sich sah, der Ulmer Dom sein müsste. In Ulm angekommen folgte dann ein zweiter Umstieg und ein Zwischenstopp in Immenstadt. Um 9:18 erreichten wir dann schließlich den Bahnhof von Oberstdorf. Von dort aus stiegen wir einige Minuten später in einen Bus, der uns zum Fellhornparkplatz brachte. Anschließend gab es eine Pinkelpause und wir versorgten uns mit nötiger Ausrüstung, Sonnenschutz etc. Und los ging’s mit dem ersten von drei steilen Aufstiegen, die es am ersten Tag zu überwinden gab. Unser Ziel war die Fiderepasshütte auf einer Höhe von 2067m. Bevor wir uns auf den Weg zum zweiten Aufstieg machten, legten wir eine Pause ein, um unsere Kräfte durch Essen und Ruhe zu stärken. Der zweite Aufstieg war für manche eine große Herausforderung und  kostete allerlei Kraft, Schweiß und Ehrgeiz. Um erneut Kräfte für den dritten Aufstieg zu sammeln, ließen wir uns für eine kurze Pause auf einem sogenannten Kuhgrund, eine Art Kuhweide nieder. Zum Ende des dritten Anstiegs war bereits unser Ziel, die Fiderepasshütte sichtbar. Wir erreichten die Hütte rund um 16:00Uhr. Nach einem kurzen Aufenthalt auf der schön gelegenen Terrasse der Hütte begaben wir uns in unser Gemeinschaftszimmer, welches sich Kuhgrund nennt. Die Männer der Schöpfung richteten sich auf der linken Seite ein und die Frauen auf der rechten. Bis zum Abendessen war noch Zeit um für 1€ pro Minute zu duschen, was für die meisten knapp wurde oder zu Schnelligkeitswetten führte oder sich auf der sonnigen Terrasse Apfelstrudel und/oder Germknödel zu genehmigen. Zweieinhalb Stunden später war es dann soweit, das lang ersehnte Abendessen. Es gab Spagetti Bolognese, eine große Schüssel Salat für alle zusammen und für jeden ein Getränk, welches aus unseren Einnahmen vom Pausenverkauf finanziert wurde. Wenn man sich bis jetzt noch nicht eingestanden hatte, wie kaputt man eigentlich war, führte Tobi einem das vor Augen, indem er seinem Teller Spagetti Bolognese einen Namen gab. Salami Bolognese. Kreativ Tobi, kreativ. Wenn man bedenkt, dass das was sich da in der Soße befand, Hackfleisch und keine Salami war. Bis einschließlich kurz vor 22:00Uhr saßen wir in fröhlicher Runde zusammen. Ach und bevor ich’s vergesse, ein Teil von uns veranstaltete eine Schneeballschlacht auf einem Schneefeld vor der Hütte (zwei sogar barfuß). Um 22:00Uhr, pünktlich zur Nachtruhe, lagen wir dann alle in unseren Betten. Wie uns am nächsten Morgen berichtet wurde, tat Tobi auch in der Nacht etwas Seltsames. Er sang im Schlaf.

Bilder des ersten Tages

 

Freitag 21.07.16

Der zweite Tag begann zeitgleich mit dem Aufgang der Sonne um 6:00 Uhr. Bis wir uns eine halbe Stunde später trafen, um gemeinsam zu Frühstücken, ergab sich die Gelegenheit, den Rucksack zu packen, die Betten wieder zu richten oder die schöne Aussicht zu genießen. Kurz nach 8:00 Uhr erklimmen wir bereits den steilsten Aufstieg des Tages. Dieser führte über die Fiederescharte (2214m) und war sehr sehr steil und erhielt deshalb auch den Namen „steil aber ge*l“. Anschließend folgte ein weiterer steiler Anstieg zum Krumbacher Höhenweg, diesem folgten wir knappe 2km in südlicher Richtung. Hierbei wurden deutlich mehr Verschnaufpausen als beim Aufstieg benötigt. Nach einer Rast an der oberen Angererhütte brachen wir um 11:15 Uhr talwärts in Richtung Schwarzen Hütte (1248m) auf. Zu Beginn des Abstiegs stürzte Juliane. Es tat zwar etwas weh, aber Juliane konnte und wollte mit Verband bald weiterlaufen (Wie sich in der Woche danach herausstellte, war ihr Arm angebrochen). Der steile Zick-Zack Abstieg war für so ziemlich alle sehr anstrengend. Das meiste, was man zu hören bekam, waren Wehklagen über schmerzende Füße auf Grund von „falschem“ Schuhwerk (Adidas & Jordans). Aber auch die mit „richtigem“ Schuhwerk hatten genug Grund sich zu beschweren. Als wir dann um 12:00 Uhr an der Schwarzen Hütte ankamen gab es erst mal eine Runde Getränke für alle aus den Einnahmen des Pausenverkaufs. Da sich das Wetter änderte und die Wolken tiefer hingen, brachen wir zeitig um 13:40 Uhr zur Rappenseehütte auf. Der Wegweiser gab „nur“ 2 Stunden für den Aufstieg an! Nach ungefähr einer Stunde zog von Süden eine Regenwand rasen schnell heran. Wir entschlossen uns, unsere Regensachen anzuziehen und konnten uns gerade noch vor Einbruch des Gewitters mit starken Windböen hinter einem Kuhstall in Sicherheit bringen. Um ca. 15:20 Uhr empfahl uns der Senner der Alpe weiter zu gehen, da noch weitere Gewitter angekündigt waren. Und das taten wir dann auch und kämpften uns trotz des Regens Schritt für Schritt weiter aufwärts. Der Anstieg kostete Tribut und vier von uns übernahmen zusätzlich einen weiteren Rucksack (Marvin, Kevin, Henning und Fr. Köberle). Als Kai am letzten Steilstück „noch 20m!“ rief, sammelte jeder seie letzten Kräfte zusammen und wir erreichten schließlich die Rappenseehütte (2091m) um 17:05 Uhr. Um die Dusche für 3min zu benutzen, bezahlte man 2,50€. Manche bezahlten auch 5€ für den Luxus von ganzen 6min. Wir wurden in einen Teil eines Gebäudes mit zwei Stockwerken eigeteilt. Die Herren Ließen sich im unteren Teil nieder und die Damen im oberen. Bis zum Abendessen um 18:45 Uhr blieb genügend Zeit, um sich auszuruhen, die schöne Gegend zu genießen oder die Hasen und Hühner zu beobachten, die um die Hütte wuselten. Zum lang ersehnten Abendessen Currywurst mit Pommes und Salat. Bis kurz vor Nachtruhe (um 22:00 Uhr) saßen wir gemütlich beisammen und spielten das Kartenspiel „Lügen“. Der Ein oder Andere genehmigte sich Apfelstrudel oder Kaiserschmarrn. Wie in der Nacht zuvor, geschahen auch diesmal wieder lustige Dinge. Henning unterhielt sich im Schlaf mit Tobi über Murmeltiere. Tobi war dabei jedoch wach. Und Katha redete ebenfalls im Schlaf. Frau. Frank, die neben ihr lag bekam einen Schreck.

Bilder des zweiten Tages

 

 

Samstag 23.07.16

Marvin und Micha hatte sich an Vortag entschieden, um 6:00 Uhr direkt nach dem Aufstehen im Rappensee hinter der Hütte baden zu gehen. Dabei hatten sie einige Zuschauer. Allerdings ist der See nur knietief und im Uferbereich ganz schön schlammig. Und die warme Dusche muss nach dem ca. 5,5 C° kaltem Wasser ein Segen gewesen sein. Um 6:30 Uhr gab es dann Frühstück. Wir planten um 7:30 Uhr aufzubrechen doch tatsächlich starteten wir dann um 7:55 Uhr mit dem Abstieg in Richtung Enzianhütte. Auf dem Weg war die Aussicht faszinierend. Katha kippte beim Abstieg nach hinten und verbog dabei Tobi’s Wanderstock. Außerdem überquerten wir ein steiles Schneefeld, welches schlimmer aussah als es dann letztendlich war. Um 11:00 Uhr legten wir einen Zwischenstopp zum pinkeln an der Enzianhütte (1780m) ein. Um 12:00 Uhr machten wir eine Rast an der Petersalpe (1296m). Es gab eine Runde Getränke für alle. Der ein oder andere genehmigte sich eine sogenannte Brotzeit, einen Kuchen oder kaufte ein Mitbringsel. Um 12:50 Uhr brachen wir auf und stiegen über Einödsbach (1114m) ab. Um 14:20 Uhr kamen wir an der Bushaltestelle an der Eschenbachalpe (ca. 980m) an. Kurz darauf fuhren wir mit dem Bus nach Oberstdorf (814m). Nach unserer Ankuft hatten wir bis 16:00 Uhr Freizeit, also Zeit um zu „Shoppen“, zu Essen oder Pokemon Go zu spielen. Als wir um 16:37 Uhr nach Hause fuhren, war die ganze Truppe so müde, dass manche nur noch Stuss redeten oder sehr, sehr komisch schliefen (Katha). Um 21:01 Uhr kamen wir pünktlich am Heilbronner Hauptbahnhof an. Die Eltern nahmen uns schon am Bahnsteig in Empfang. Nachdem wir uns von einander verabschiedet hatten, ging wahrscheinlich jeder mit Vorfreude auf sein eigenes Bett oder eine Dusche ohne Zeitlimit nach Hause. Aber auf jeden Fall glücklich, diese Tour geschafft und erlebt zu haben. Wir hatten drei sehr intensive, geniale Tage und eine unglaublich gute Gemeinschaft.

Bilder des dritten Tages

Gibt es 2017 wieder eine Bergtour? Wir wollen es hoffen!